Faktencheck Ukraine
In der Gemeinde Ranstadt wird – wie in anderen Gemeinden auch -viel geredet. Manches beruht auf Fakten, manches auf Hörensagen, manches ist einfach falsch und manchmal ist das Gerede einfach nur bösartig.
Auch unsere ukrainischen MitbürgerInnen sind davon betroffen. Daher ist es uns ein Anliegen, den Stand der Arbeitsintegration dieser Personengruppe faktenbasiert darzustellen:
Zur Zeit befinden sich in Ranstadt 64 Erwachsene und 43 Kinder unter 18 Jahren. Viele der Erwachsenen sind Frauen, die mit ihren Kindern geflüchtet und deren Männer noch in der Ukraine sind. Diese stehen aufgrund der Betreuungssituation hier bei uns dem Arbeitsmarkt, je nach Alter der Kinder, nur in Teilzeit zur Verfügung. Einige sind auch noch in Sprachkursen gebunden.
Von den 64 Erwachsenen sind 9 Frauen, die alleine mit ihren Kindern geflüchtet sind. Von denen wiederum sind immerhin 8 in Vollzeit oder Teilzeit tätig.
Insgesamt stellen sich die Zahlen so dar:
14 Personen arbeiten Vollzeit im Angestelltenverhältnis
1 Person arbeitet als Selbstständige
11 Personen arbeiten Teilzeit
2 Personen machen eine Lehre und gehen in die Berufsschule
3 Personen machen einen Berufseingliederungskurs
6 Personen besuchen einen Sprachkurs als Voraussetzung für eine Beschäftigung
2 Frauen haben noch sehr kleine Kinder und können zur Zeit nicht arbeiten
2 Personen machen eine Ausbildung (Zahnarzthelferin bzw. Steuerfachangestellte)
11 Personen sind RentnerInnen
12 Personen sind noch ohne Arbeit
Wenn man die RentnerInnen von den Menschen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen könnten, abzieht, so bleiben 53 Personen. Davon sind 12 noch ohne Arbeit. Alle anderen, nämlich 39 Personen (41 minus die 2 Frauen mit Babys), sind in einem Beschäftigungsverhältnis oder sorgen mit Sprachkursen und Ausbildungsverhältnissen dafür, dass sie schnellstmöglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und ihren Unterhalt selbst, oder zumindest zum größten Teil selbst, verdienen können. Sie zahlen jetzt schon (oder werden es bald) Steuern, Sozialabgaben und Krankenkassenbeiträge wie du und ich.
Das ist eine gute Bilanz, zumal wenn man bedenkt, unter welchem psychologischen Stress unsere ukrainischen MitbürgerInnen stehen.
Ganz viele Menschen in unserer Gemeinde haben durch persönliches Engagement an dem Gelingen dieser kleinen Erfolgsgeschichte teilgenommen.
Dafür danken wir allen ganz herzlich!
Myroslava Vakhnovan
Cäcilia Reichert-Dietzel
sowie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer
