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Rathausgalerie

29.05.2018 10:11 Alter: 297 days
Kategorie: Rathausgalerie

Werke von Ranstädter Künstler beleben das Rathaus


Unter dem Motto „Landschaften, Wolken und M e h r“ fand am 27. April 2018 die Vernissage zur Bilderausstellung des Ranstädter Künstler Wolfgang Schneider im Rathaus statt.
Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel begrüßte die Gästeschar, welche der Einladung zahlreich gefolgt waren und freute sich, dass seit geraumer Zeit, nun passend zum sonnigen Wetter, wieder Farben und Motive in das Foyer des Rathauses eingezogen sind mit den Kunstwerken von Wolfgang Schneider, welcher ein waschechter Ranstädter und ein sehr vielseitiger Künstler ist.
Die Bürgermeisterin skizzierte kurz seinen Berufsweg, welcher über eine Lehre bei der ehemaligen Hassia in Ranstadt zur Bundeswehr führte, wodurch er mit seiner Familie in vielen Ländern Europas lebte, die USA und Kanada bereiste sowie dadurch mit vielen Menschen in Kontakt kam und so auch seinen späteren Freund Armin Berger kennenlernte. Er, der malte, war es auch, der Schneider zu seinem Geburtstag 1980 in Rom einen Malkasten schenkte und somit Schneiders Weg als Künstler der Malerei seinen Lauf nahm.
Bis dahin hatte der Ranstädter Künstler keinerlei Begegnungen mit der Malerei, doch seine Fingerfertigkeit, die erforderliche Kreativität, den Blick und das Gespür für das Detail, das brachte er mit.
Seither malt der Künstler auf Öl, ebenso malt er mit Pastellkreide, aquarelliert und seit geraumer Zeit entstehen auch Kunstwerke mit Acrylfarben.
Weite Landschaften, Berge, Meer und Himmel bringen die Intensität der Acrylfarben auf seinen Bildern vorteilhaft zur Geltung. Schneider experimentiert mit abstrakten Motiven und Farben, sodass seine Werke voller Lebendigkeit strahlen.
Der Künstler erzählte Silke-Susanne Schmidt-Bernhardt, die für die Vorbereitung und Ausrichtung der Vernissage seitens des Rathauses zuständig war, dass er im Laufe der Zeit sicherlich 150 große Bilder malte, die meisten von ihnen verschenkte. Die Anzahl der kleinen Werke, die entstanden sind und von ihm gerahmt wurden, nein, die kann Wolfgang Schneider nicht mehr in einer Anzahl zusammenfassen.
Dass Schneider seine Bilder selbst rahmt, immer passend zum Stil und der Farbgebung, ist eine weitere Besonderheit, denn auch hier ist seine Fingerfertigkeit, seine Kreativität und seine Affinität zum Werkstoff Holz zu nennen.
Eine weitere ganz neue und junge Technik rundet das Profil von Wolfgang Schneider ab.
Die Acryl Fließtechnik hat ihren Ursprung in den USA und verbreitet sich auch hierzulande wie ein Lauffeuer. Kein Wunder, denn das „Acryl Pouring“ begeistert die Künstler mit seinen unvorhersehbaren Kreationen, bunten Farbspielen und abwechslungsreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Es entstehen ungeahnte Kreationen, welche ganz individuelle Interpretationen zulassen.
Die Fluitpaintings von Wolfgang Schneider können unter all seinen anderen Kunstwerken zu den Öffnungszeiten des Rathauses Ranstadt besichtigt werden.
Wolfgang Schneider, so führte die Bürgermeisterin weiter aus, lasse sich für seine Motive durch Eindrücke in Urlauben, durch Wahrnehmungen auf Wanderungen und durch Besuche in Galerien, wie zum Beispiel beim Galeristen Michael Weigel, einem Hessen, der in Haffkrug, bei Scharbeutz an der Ostsee eine öffentlich zugängliche Galerie errichtet hat und Meister der vielfältigen Stimmungen von Himmel und Meer ist.
Es falle ihr leicht, so sagt die Rathauschefin zum Künstler, sich durch seine Bilder in eine Stimmung einzudenken. Dafür sei nur wenig Zeit erforderlich, beim Gehen durch das Treppenhaus im Rathaus, bei Besprechungen im Sitzungssaal, wo auch Werke zu sehen sind, ein kurzer Blick auf die Farben, die Stimmung erfassen und wirken lassen.
Ein solch kurzer Moment könne in der allzu schnell gewordenen Zeit eine Wohltat sein, Freude und Entspannung spüren lassen, so Reichert-Dietzel.
Dass Wolken, Wasser und Horizont Schneider begeistern, dies sagen seine Bilder. Genauso begeistert hatte der Künstler, gemeinsam mit seiner Gattin Doris, auch die Ausstellung im Rathaus vorbereitet.
Hierfür dankte die Bürgermeisterin den beiden, ebenso dafür, dass das Rathaus nun wieder durch Farben und Motive lebendig und einladend wirkt.
Sie spreche auch für die Mitarbeiter, betonte die Laudatorin, wie schön es sei, Farben und Stimmungen wahrzunehmen, was motiviert und beflügelt.
Farben, Freude und Motivation – das gehöre zusammen, da ist sich die Rathauschefin ganz sicher.
Für die Besucher des Rathauses und die Mitarbeiter gleichermaßen, sei es eine positive Inspiration, in ein lebendiges und freundliches Rathaus zu kommen, um Amtsgeschäfte zu erledigen, bzw. einen großen Teil des Tages zu verbringen.
Die Bilder bringen Freude und Motivation, die Jede und Jeder für sich interpretieren und wirken lassen könne, so Reichert-Dietzel abschließend.
Sie eröffnete die Ausstellung mit einem sehr passenden Zitat von Pablo Picasso „Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man sie nicht sucht, sondern findet“ und lud alle Gäste zu einem Gläschen Sekt und guten Gesprächen ein.

 

 

 


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