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Aktuell in Ranstadt

05.06.2018 16:06 Alter: 78 days
Kategorie: Aktuelles, Pressemitteilungen, Ober-Mockstadt

Wetterauer Band Atrio gewinnt Newcomer-Hessenfinale in der Batschkapp


Atrio freut sich über den Sieg beim Emergenza-Landesfinale.

Es ist geschafft: Die drei jungen Musiker von Atrio freuen sich auf der Emergenza-Bühne in der Frankfurter Batschkapp über ihre Urkunden. Foto: Schneider

OBER-MOCKSTADT - Gegen Mitternacht an diesem Fronleichnamstag stiegen die Temperaturen und die Spannung im Innern der Frankfurter Batschkapp ins Unermessliche, doch dann war es endlich klar: Die Band Atrio mit Wurzeln in Ober-Mockstadt und Gonterskirchen erringt beim Emergenza-Hessenfinale Platz eins, gewinnt gegen starke Konkurrenz und holt sich somit den Titel "Hessens beste Newcomer-Band" im weltweit größten Contest für junge Formationen im Rock-Business. Jubel bei den anwesenden Fans, Riesen-Freude bei Lars Gugler (Gitarre, Leadvocals), Sascha von Struve (Drums) und Gian-Luca Paris (Bass, Background Vocals), die wenige Minuten zuvor bereits den Preis der Jury und somit eine Teilnahme am legendären Trebur Open Air 2019 abgeräumt hatten.

Der erste Platz im Hesenfinale bedeutet die Teilnahme am Bundesfinale im legendären Berliner Musikclub SO36, der unter anderem Bands wie Die Ärzte, Die Toten Hosen und Einstürzende Neubauten eine Bühne bot. Dort wird sich Atrio am 27. Juli gemeinsam mit anderen Bands aus dem Bundesgebiet einem Fachpublikum aus deutschen und internationalen Label-Repräsentanten, Bookern und Managern stellen.

"Berlin, Berlin, sie fahren nach Berlin!", skandierten denn auch die Fans in der Batschkapp begeistert, die jungen Musiker - alle drei Jahrgang 1991 - fielen einander in die Arme, stemmten ihre Urkunden in die Höhe wie die Eintracht vor Kurzem ihren hart erkämpften DFB-Pokal und nahmen noch auf der Bühne strahlend die Glückwünsche der neun Mitstreiter-Formationen entgegen, die knapp sechs Stunden lang einen überaus spannenden Mix aus Rock, Pop, Punk, Funk und Indie präsentiert hatten.

Die Emergenza-Jury - bestehend aus Julia Frank (Wizard Promotions), Jojo Schulz (Booker und Betreiber der Posthalle in Würzburg), Eric Märker (Trebur Open Air), Leo Kleber (Komma/Artistpool) und Jonathan Steetskamp (SAE School of Audio Engineering, Frankfurt) - sah Atrio unisono auf Platz eins, das Publikum vergab dank vieler Fans auch ordentliche Stimmanteile an die Mitbewerber The Fix und Rooftop Riots. Die Atrio-Musiker Sascha von Struve und Lars Gugler kennen dieses Gefühl genau, waren sie doch vor vier Jahren mit ihrer Formation Sideeffect, Sängerin Sarah Maravolo und Bassmann Joshua Stürtz in ähnlicher Lage (der Kreis-Anzeiger berichtete).

Letztlich ist es jedoch das Votum der Fachjury, das zählt - und die belohnte Atrio diesmal gleich doppelt für eine souveräne Performance. Mit viel Bühnenpräsenz, bester Laune und Ausstrahlung sowie professionellem Können und Highlights aus den Genres Hard Rock, Funk und Indie sowie gelegentlich ruhigeren Stücken, die das kreative Spektrum des Trios unterstrichen, hatte die junge Band die mit geschätzten 700 Gästen rappelvolle Batschkapp zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Dagegen kam auch der bemerkenswerte Einzelkämpfer Joel Hahn nicht an, der sich als "Frankfurter Ed Sheran" Platz zwei sicherte.

Wichtig für die Bewertung des Erfolgs der jungen Wetterauer: Der Emergenza-Contest ist kein Casting und arbeitet generell nicht mit Coverbands zusammen - hier zählt ausschließlich das eigene kreative Engagement der Musiker und ihre Fähigkeit, eigene Songs und Texte zu entwickeln und professionell zu performen.

Viel Erfahrung

Die Bewertung der Jury berücksichtigt neben dem Songwriting auch Technik, Performance und Flow, Publikumsansprache und Show, Kooperation der Musiker auf der Bühne, Authentizität, Charisma und internationales Potenzial. "Auf vielen dieser Gebieten hat Atrio Erfahrung vorzuweisen und entwickelt sich kontinuierlich weiter", sagt Lars Gugler einige Tage nach dem großen Coup der Band im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger.

Der junge Berufsmusiker ist aktuell Student der Musikpädagogik an der RPJam Gießen, der Rock-Pop-Jazz-Akademie Mittelhessen, die einen exzellenten Ruf als Talentschmiede genießt. Viele Themen und Texte rund um die persönliche Lebenssituation, aber auch um die politische Lage der Gesellschaft und der Welt kommen von ihm, immerhin muss er sie als ausgebildete Leadstimme auf der Bühne überzeugend darstellen. Am musikalischen Aufbau der eigenen Songs arbeiten alle drei Atrio-Musiker gleichberechtigt mit: Sascha von Struve stammt wie Lars Gugler aus einer musikalischen Familie und erhielt seine Ausbildung als Schlagzeuger bei Detlef Schröder am renommierten Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt. Im Hauptberuf ist er 3D-Artist bei einem Ludwigshafener Startup-Unternehmen. Während Gugler und von Struve ihre gemeinsame Kindheit in der Ober-Mockstädter Schulstraße verbrachten, ist Gian-Luca Paris als dritter im Bunde der virtuose Einsteiger, der 2016 durch seine Gießener Wohngemeinschaft mit Lars Gugler zu Atrio stieß.

Der in Gonterskirchen aufgewachsene Student an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen schreibt aktuell seine Bachelorarbeit und jobbt nebenbei in einem Ingenieurbüro in Frankfurt. Dass er bei Atrio mitmacht, stand für ihn jedoch sofort fest, als Lars Gugler bei ihm anfragte. "Musik ist schon immer mein Ding gewesen", sagt Paris. "Nach einigen Versuchen an der Musikschule Grünberg, wo ich Geige, Schlagzeug, Gitarre und Keyboard ausprobiert habe, blieb ich zunächst beim Keyboard hängen, mein Stiefvater brachte mir zudem das Gitarrenspiel bei, hinzu kam später relativ intensive Erfahrung in diversen Bandprojekten." So gab es für Paris kein Zögern, als Lars Gugler ihn wegen Atrio ansprach: "Bass gekauft, eingestiegen - und los ging's!", erinnert sich der junge Musiker heute an die Anfänge vor zwei Jahren, die nach dem grandiosen Erfolg in der Batschkapp mit Sicherheit nicht beendet sein werden.

"Wir wollen so viel erreichen, wie eben geht", sagt Sascha von Struve. "In Berlin beim Emergenza-Bundesfinale werden wir alles daran setzen, die Labels zu überzeugen, und natürlich unser Ticket für das Taubertal-Festival zu lösen - das wäre dann das Emergenza-Weltfinale." Ansonsten wollen die drei bodenständigen und sympathischen Jungs, deren Band-, Berufs- und Privatleben sich zurzeit im Dreieck Gießen, Frankfurt, Ober-Mockstadt abspielt, so viel wie möglich in Hessen auftreten, freuen sich auf ihre Teilnahme am Trebur Open Air 2019, planen im August eine Tournee unter dem Motto "Laut und lässig - Tour 2018" mit zwei befreundeten Bands und knüpfen nach ihrem Erfolg in der Batschkapp zahllose vielversprechende Kontakte.

Doch jetzt sind die drei Musiker erst einmal gespannt auf ihren alles entscheidenden Gig beim Bundesfinale in Berlin - und darauf, wie der Faktor "internationales Potenzial" dort von der Fachwelt eingestuft wird. Im Übrigen sind sie nicht die ersten Wetterauer, die es mit Emergenza bis in die Hauptstadt schaffen: 2012 gingen "The Munitors" aus Friedberg den gleichen Weg - ein ermutigendes Vorbild.

Quelle: Opens external link in new windowKreisanzeiger vom 07.06.2018

 

Ankündigung Emergenza-Landesfinale Opens external link in new windowArtikel Kreisanzeiger vom 29.05.2018

Weitere Berichte: Opens external link in new windowWetterauer Zeitung / Opens external link in new windowGießener Allgemeine vom 02.06.2018


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