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Aktuell in Ranstadt

08.10.2018 10:11 Alter: 68 days
Kategorie: Senioren

19. September 2018 Seniorenveranstaltung



Lag es an der Uhrzeit oder an den noch immer recht hohen Temperaturen, dass so wenig Besucher ins Ranstädter Bürgerhaus kamen? Rund 30 Personen konnte Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel begrüßen, die sich für das Thema "Sicherer Leben - Gefahren erkennen - Risiken ausschließen" interessierten.
Christof Stark, der Leiter der Polizeistation in Büdingen, gab zunächst einen kurzen Überblick zur Struktur der Polizei in unserer Region. So ist die Polizei Büdingen, zusammen mit dem Polizeiposten in Nidda, zuständig für Ranstadt. Interessant war u.a. die Information, dass die Polizeistation Büdingen mit einem Zuständigkeitsbereich von rund 500 qkm flächenmässig die größte Polizeistation in Hessen ist.
Mit einigen bemerkenswerten Statistiken über die Straftaten und die Aufklärungsquoten in seinem Bereich leitete Stark über zum Thema Betrug, speziell dem Enkeltrick, dem Schockanruf und dem Anruf durch falsche Polizeibeamte oder Amtsträger. So wird die Polizei niemals über die Telefonnummer 110 anrufen. Kriminelle sind in der Lage, diese Rufnummer auf das Display der Angerufenen zu stellen um so den Eindruck zu erwecken, dass die Polizei anruft. Auch holt die Polizei keine Geldbeträge oder Vermögenswerte ab, um sie vor Einbrechern zu sichern. Er erinnerte daran, dass man am Telefon keinerlei Informationen zur persönlichen und finanziellen Situation geben sollte, da diese als Grundlage für den Enkeltrick dienen, um vor allem Senioren um ihr Erspartes zu bringen. "Legen Sie im Zweifelsfall einfach auf und lassen Sie sich nie unter Druck setzen", so der Erste Polizeihauptkommissar. "Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben, rufen Sie bitte die Polizei in Büdingen oder Nidda an, um von dem Telefonat zu berichten."
Im zweiten Teil seines Vortrags stelle Christof Stark das Konzept "MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung" vor. Im Rahmen der Verkehrspräventionsarbeit soll insbesondere
älteren Menschen vermittelt werden, wie maximale Mobilität bei größtmöglicher Verkehrssicherheit verantwortungsvoll
zu erreichen ist. Das Angebot richtet sich an alle Personen, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, ob als Autofahrer, mit Bus und Bahn oder als Fahrradfahrer und Fußgänger.
Nach Applaus für die Präsentation und der Verabschiedung des Referenten folgte eine angeregte Diskussion zur Verkehrssituation in Ranstadt. Hier teilte die Bürgermeisterin mit, dass, zusammen mit der Gemeinde Glauburg und der Stadt Ortenberg ein neuer Ordnungsbehördenbezirk gegründet wird. Ab Januar 2019 werden regelmäßige Kontrollen des fließenden und ruhenden Verkehrs erfolgen.
Als zweiter Referent des Abends stellte Ulrich Schäfer vom Deutschen Roten Kreuz in Büdingen den Hausnotruf des DRK vor. Vor allem für alleine lebende Personen ist dieser Dienst eine sinnvolle Einrichtung, weil im Notfall sofort professionelle Hilfe gerufen oder Angehörige informiert werden können. Bereits 700 Personen im Gebiet des DRK Büdingen vertrauen auf das System, das vielen Menschen ermöglicht, länger in ihrer häuslichen Umgebung zu leben.
Ein weiteres Angebot stellt die Rettungsdose dar. Weil man im Notfall nicht immer alle Fragen des Rettungsdienstes oder des Notarztes beantworten kann, enthält die Dose ein Datenblatt mit wichtigen persönlichen Informationen
für den Notfall. Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt, so dass sie vom Rettungspersonal sofort gefunden werden kann.
Auch dieser Vortrag fand großes Interesse bei den Anwesenden des Abends und auch hier konnten die Fragen des Publikums beantwortet werden. Nach der Verabschiedung durch die Bürgermeisterin konnten sich die Besucher bei den zahlreich ausliegenden Informationsmaterialien und Werbemitteln bedienen. Highlight waren die vorgestellten Rettungsdosen (SOS-Dosen), die von der Nachbarschaftshilfe Ranstadt angeschafft und den Senioren kostenlos übergeben wurden. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.
Auch wenn die Veranstaltung nur schwach besucht war: Alle Besucher konnten wertvolle Informationen mit nach Hause nehmen, die das tägliche Leben etwas sicherer machen. Wir danken den Referenten sowie den KollegInnen des Bauhofs und der Verwaltung für ihr Engagement


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